FAQ

Häufig gestellte Fragen.

Über OnlineStrafverteidiger.de kann ein Beschuldigter eines Strafverfahrens ganz bequem online einen Strafverteidiger konsultieren. Das Angebot gilt für kleinere, unkomplizierte Delikte (z.B. Körperverletzung, Beleidigung, üble Nachrede, Verleumdung, Betrug, Sachbeschädigung, Diebstahl, Unterschlagung, Verkehrsdelikte (insb. Fahren ohne Fahrerlaubnis, Bußgeldbescheide wegen Geschwindigkeitsüberschreitung, Trunkenheit im oder gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr, etc.) Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Urkundenfälschung, etc.).

Dabei werden dem Mandanten die gleichen Leistungen, wie bei einer Beauftragung eines Verteidigers vor Ort, angeboten. Dem Mandanten steht ein persönlicher Ansprechpartner über die Medien Telefon, Email, Fax zur Verfügung. Dem Mandanten wird transparent aufgezeigt, welche Kosten ihn bei einer Beauftragung erwarten. Sollte es im Strafverfahren zu einer Hauptverhandlung kommen, wird ein Terminvertreter vor Ort ausfindig gemacht und beauftragt.

Dem Mandanten können je nach Verfahrensstand 3 verschiedene Angebote vorgeschlagen werden:

  • Die Vertretung im Ermittlungs- und Hauptverfahren,
  • die Vertretung nur im Hauptverfahren,
  • die Beantragung von Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft + Beratung

Nach Rücksprache wird dem Mandanten das für ihn passende Angebot inkl. Gebühr vorgeschlagen.

a. Vertretung im Ermittlungs- und Hauptverfahren

Die Vertretung im Ermittlungs- und Hauptverfahren ist der „Normalfall“. Der Mandant erhält ein polizeiliches oder staatsanwaltschaftliches Schreiben, in dem er darauf hingewiesen wird, dass gegen ihn wegen einer strafbaren Handlung ermittelt wird. Ein Termin zur Hauptverhandlung bei Gericht wurde noch nicht anberaumt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sind noch nicht abgeschlossen. Im Idealfall beauftragt der Mandant bereits in diesem Stadium den Strafverteidiger. Es kann ohne Zeitdruck Akteneinsicht beantragt werden. Mit den Erkenntnissen aus der Akte kann der Tatvorwurf mit dem Mandanten besprochen werden und eine sinnvolle Verteidigungsstrategie ausgearbeitet werden, insbesondere kann festgelegt werden, ob es sinnvoller ist sich zur Sache zu äußern, eventuell ein umfassendes Geständnis abzugeben oder weiterhin zu schweigen. Unter Umständen kann bereits im Ermittlungsverfahren erreicht werden, dass das Verfahren eingestellt wird.

b. Vertretung nur im Hauptverfahren

Hat der Mandant bereits eine Ladung zur Hauptverhandlung vom Gericht erhalten, wendet sich aber erst jetzt an den Online-Verteidiger, ist das Angebot „Vertretung nur im Hauptverfahren“ ausreichend. Sofern genügend Zeit bis zur Hauptverhandlung verbleibt, wird Akteneinsicht beantragt und ein Terminvertreter für den Mandanten vermittelt.

c. Beantragung von Akteneinsicht und Beratung

Der Beschuldigte selbst hat keinen Anspruch auf Akteneinsicht. Ihm wird die Ermittlungsakte auf dessen Antrag hin nicht ausgehändigt. Nur seinem Strafverteidiger steht ein Recht auf Akteneinsicht zu.
Wenn der Mandant Beschuldigter eines Strafverfahrens oder Betroffener eines Bußgeldverfahrens ist und er entweder eine Ladung zu einer polizeilichen oder staatsanwaltschaftlichen Beschuldigtenvernehmung erhalten hat oder einen Anhörungsbogen wegen einer Ordnungswidrigkeit erhalten hat und sich zunächst nicht sicher ist, ob er einen Rechtsanwalt mit der Vertretung beauftragen will, dann hat er über den Online-Akteneinsichtsantrag die kostengünstige Möglichkeit, sich über den Inhalt der Ermittlungsakten zu informieren. Die Erkenntnisse aus der Ermittlungsakte werden sodann mit dem Strafverteidiger in einem Beratungsgespräch besprochen. Nach erfolgter Beratung kann der Mandant entscheiden, ob er die weiteren Angelegenheiten im laufenden Verfahren selber regelt oder ob er sich für das weitere Verfahren, insbesondere für das Hauptverfahren, die Unterstützung des Strafverteidigers holt.

Die Gebühren des Verteidigers sind im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz geregelt. Die gesetzlichen Gebühren dürfen nicht unterschritten werden. Durch eine schriftliche Gebührenvereinbarung werden oftmals von Rechtsanwälten höhere als die gesetzlichen Gebühren vereinbart.
Im Strafrecht gibt es sogenannte „Rahmengebühren“. Bei Rahmengebühren bestimmt der Rechtsanwalt die Gebühr im Einzelfall unter Berücksichtigung aller Umstände, vor allem des Umfangs und der Schwierigkeit der anwaltlichen Tätigkeit, der Bedeutung der Angelegenheit sowie der Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Auftraggebers, nach billigem Ermessen.
Bei durchschnittlicher Bearbeitungszeit und Schwierigkeit wird in der Regel der Mittelwert der Rahmengebühr angesetzt. (Bsp.: VV 4100 Grundgebühr = 40,- € bis 360,- € // 40,- + 360,- = 400,- € / 2 = 200,- €)
Dem Mandanten wird über die Online-Beauftragung ein 15%iger Nachlass auf die dem Online-Verteidiger zustehenden Grund- und Verfahrensgebühren gewährt.

Artikel 6 Abs. 2 und 3 Buchstabe c) der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) ordnet, mit Wirkung für alle Bürger ihres Geltungsbereichs, an: (3) Jede angeklagte Person hat mindestens folgende Rechte: (…)

(c) sich selbst zu verteidigen, sich durch einen Verteidiger ihrer Wahl verteidigen zu lassen oder, falls ihr die Mittel zur Bezahlung fehlen, unentgeltlich den Beistand eines Verteidigers zu erhalten, wenn dies im Interesse der Rechtspflege erforderlich ist.  

Durch das transparente und kostengünstige Angebot auf unserer Plattform wird jedem Beschuldigten der Zugang zu einer kompetenten und verlässlichen Verteidigung im Strafverfahren gewährt, wie es vom Gesetzgeber in der EMRK vorgegeben ist.

Durch vergünstige Preise können Beschuldigte in Strafverfahren, in denen ein Anwalt nicht zwingend erforderlich ist, die Anordnung eines Pflichtverteidigers also ausbleibt, sich auch rechtlich beraten und kompetent vertreten lassen. Pflichtverteidigung ist gesetzlich vorgeschrieben, wenn die Beschuldigung ein Verbrechen betrifft, die erste Hauptverhandlung vor dem Landgericht stattfindet oder wenn es um freiheitsentziehende Maßregeln geht. Insbesondere am Amtsgericht finden daher viele Strafprozesse gegen unverteidigte Angeklagte statt, die über keinerlei Rechtskenntnisse verfügen.

Ein weiterer Vorteil der Online-Beauftragung besteht in der hohen Zeitersparnis. Wird auf herkömmliche Weise Kontakt zu einem Rechtsanwalt aufgenommen, der im Strafverfahren beauftragt werden soll, muss zunächst mit diesem ein Termin vereinbart werden. Ist der Rechts- oder Fachanwalt überlastet, dauert es Tage, wenn nicht sogar Wochen, bis ein Termin zu den Bürozeiten vereinbart werden kann. Zur Wahrnehmung des Termins muss der Beschuldigte unter Umständen (etwa in ländlichen Gegenden) eine größere Strecke zurücklegen oder wegen seiner Arbeitszeiten sogar einen Tag Urlaub nehmen. Ist er dann in der Kanzlei eingetroffen, sitzt er zuerst einmal im Wartezimmer. Sind noch fehlende Unterlagen nachzureichen, muss der Mandant erneut zum Anwalt oder die Dokumente – sofern kein Fax vorhanden ist – auf dem Postweg senden, was aber ein passendes Briefkuvert nebst entsprechenden Briefmarken voraussetzt. All dies kostet Zeit und ist stellenweise äußerst lästig. Demgegenüber lässt sich bei der Online-Beauftragung, bei dem der mit der Durchführung beauftragte Anwalt online ist, alles bequem am heimischen Computer zu beliebigen Uhrzeiten erledigen. So kann etwa nachts oder am Wochenende das Online-Formular ausgefüllt werden. Das gilt ebenso für die vom Online-Verteidiger benötigten Unterlagen, die jederzeit eingescannt und per E-Mail mittels Datei oder per Fax an die Kanzlei übermittelt werden können. Sind noch Dokumente nachzureichen, kann dies auf dieselbe Weise zeitnah und zügig erledigt werden. Zudem erhält der Mandant etwaige Korrespondenz, die der Anwalt in der Strafsache führt oder erhält, regelmäßig direkt per E-Mail und ist damit sofort informiert.